Unser erstes Beardie Mädchen Ducky Elisa Duchess of Ram and Taurus
 

Hallo!
Ich bin Elisa.
Eigentlich heiße ich: Ducky Elisa Duchess of Ram and Taurus. Hm, ein echt langer Name, aber meine Familie nennt mich Gott sei Dank nur Elisa.

Um mich geht’s hier!

Meine Eltern sind Big Ben Cindy Sue und Ch. Big Ben Billy Broun.

Ich hoffe das reicht als erste Information zu meinem Stammbaum. Wer noch mehr wissen möchte, muss bei meiner Familie nachfragen, denn mich interessiert das eigentlich weniger!

Also, ich bin die Nummer eins in Sachen Beardies bei Familie Brakhage. Und ich glaube mir hat es die Beardiewelt zu verdanken, dass Susanne und Jürgen sich in diese Rasse so verliebt haben.
Es war auch kein bisschen schwierig, sie von den Vorzügen eines Beardies zu überzeugen. Wohlgemerkt eines braunen Beardies!

Braune sind nämlich erwiesenermaßen anders als schwarze! Diese Erkenntnis reicht übrigens grenzübergreifend. Auch die Engländer, Holländer und wer weiß noch wissen:

Braune sind doch anders!

Am liebsten liege ich im Garten und habe freie Sicht auf die Haustür, die Straße und den Hof. Bei Wind und Wetter halte ich meine Nase in die Luft um immer zu wissen, was in der Nachbarschaft so abgeht.


Werde ich gerufen tue ich erst mal so, als hörte ich nicht, wird Frauchen dann energischer, dann hebe ich schon mal den Kopf an und frage sie, ob es wirklich wichtig ist, dass ich aufstehe. Es sei denn es gibt was zu futtern, das ist das wichtigste überhaupt!

Na, und wenn sie gar keine Ruhe gibt, dann bewege ich mich langsam in ihre Richtung, habe sie aber genau im Auge, denn sollte sie sich sicher sein, dass ich unterwegs bin und sie geht rein, dann lege ich mich schnell wieder hin und hoffe sie vergisst mich!
Passiert leider nicht all zu oft , und dann kann es auch schon mal lange Ohren geben, aber das ist mir der Spaß wert, und schließlich gewinne ich auch manchmal!

Ich habe meine Verfressenheit ja eben schon mal angedeutet. Es ist ungemein wichtig immer auf dem laufenden zu sein, was meine Nachbarn so futtern. Ich glaube sagen zu dürfen ich kenne die Wege zu allen Futtertöpfen der Nachbarschaft. Besonders gerne mag ich das Katzenfutter, das einen Garten weiter verfüttert wird. Frauchen hatte dann schon mal Sorge wenn ich abends zu Hause nichts gefressen habe, aber da ich trotzdem, na sagen wir mal „stark gebaut“ bin, ist sie recht schnell hinter meine „süßen“ Geheimnisse gekommen. Obwohl ich persönlich glaube die Nachbarin hat mich verpfiffen!

Eine einschneidende Veränderung

Mein Leben war ein Wundervolles, bis eines Tages ein schwarz weißes, vierbeiniges Etwas in meinem Korb lag.

Erst konnte ich gar nicht glauben wer die Frechheit besitzen kann meine Position einzunehmen. Dann hab ich kurz mal gegrummelt und das Lebewesen entpuppte sich als ein Beardie Mädchen, 9 Wochen alt und schwarz- weiß. Ahnen Sie, wie ich darüber gedacht habe?
Nicht weiter ernst zu nehmen!


Jedenfalls konnte sie mir nicht im geringsten das Wasser reichen. Sie war einfach von Anfang an nur schön.

Bei Regen nach draußen? Auf keinen Fall......! Bei Nachbarn futtern? Auf keinen Fall......!

Aus der Mülltonne futtern? Igitt..... ! Frauchen Widerworte geben? Auf keinen Fall...!

Also gut, Frauchen meinte ein brauner Beardie ist genug, also durfte sie bleiben und ich lebte mein Leben weiter. Irgendwann stellten auch Freunde meiner Familie fest, das braune Beardies anders sind. Sie sagten, wenn überhaupt ein Beardie in der Lage ist alleine durchs Leben zu gehen, ohne menschliche Hilfe, dann nur ich. Missi würde ja vor der vollen Mülltonne verhungern! Mann, da war ich echt stolz! Schließlich kriege ich nicht nur geschlossene Mülltonnen auf, sondern auch noch die geschlossene Tür, die mich von der Mülltonne oder meinem Ausguck im Garten trennt!
 


Ja , ich glaube Sie können meinen Charakter mittlerweile erahnen!
 

Ein neuer Lebensabschnitt

Irgendwann beschlossen meine Leute, dass ich unbedingt mal Babys bekommen sollte. Sie wollten noch anderen Familien einen solch tollen Kameraden wie mich ans Herz legen. Sie suchten einen echt netten Kerl aus, Dt. Ch. Scottsdale Alchimist, und 1998 wurden die ersten ClassicStyle Beardies geboren!

Ich war eine fantastische Mutter, was man von dem Vater nicht gerade behaupten kann. Ich hab ihn danach nur noch einmal wiedergesehen, und zwar wieder nur zum ....! Diese Männer! Die ganze Kindererziehung musste ich alleine bewältigen, ok, meine Familie hat mich dabei ganz toll unterstützt.
 

Hier geht es zu meinen Kindern von Merlin.

 

Hier geht es zu meinen 2. Kindern.

Mittlerweile bin ich 7 Jahre alt.

Vor kurzem habe ich gehört wie Susanne gesagt hat ich bräuchte keine Kinder mehr zu bekommen, ich sollte jetzt nur noch ein ganz normaler Familienhund sein!? Bin ich denn schon ausgemustert, oder wie?
Nein, sie meinen es natürlich nur gut. Meine Familie steht auf dem Standpunkt, Susanne kriegt auch keine Kinder bis zum Abwinken (wann winkt man denn bei Menschen ab? Geht noch mehr wie vier?),
und ich sollte mein Leben jetzt auch nur noch genießen ohne Babystress und so.

Außerdem steht mir nun die Rolle der Oma zu und ich darf die Welpen der Anderen erziehen und denen so richtig sagen wo`s langgeht. Darauf freue ich mich!

Wie`s mit mir so weitergeht und auch immer neue Fotos von meinen großen Kindern könnt Ihr hier in unregelmäßigen Abständen finden.
Meine Familie bemüht sich immer „up to date“ zu sein!

 

Also bis zum nächsten Mal Eure Elisa

Nachtrag

Elisa ist mittlerweile 16 Jahre alt und erfreut sich immer noch sehr guter Gesundheit! Gerade haben wir unseren Campingurlaub an Frankreichs Atlantikküste gemeinsam mit ihr verbracht. Es geht zwar alles etwas langsamer aber sie ist immer in unserer Mitte!

Morgens haben wir eine Runde über den höchst interessant duftenden Campingplatz gemacht, anschließend lag unsere Oma den ganzen Tag unter unserem Bulli oder unter unserem Falti. Pünktlich zum Sonnenuntergang waren wir dann wieder auf der Düne und haben den Tag bei einem Glas Rotwein und einem Napf Wasser beendet!

 


Fotos vom Frankreichurlaub fehlen leider noch immer, aber dafür ein paar Eindrücke von Elisas (mittlerweile nennen wir sie auch Irmgard oder Irmchen ;0))) ) Lieblingsbeschäftigung:

Schlafen bzw “chillen” auf dem Sofa
Draußen möchte sie nicht mehr so gerne liegen, im Alter hat sie sich doch dazu entschieden etwas näher zu ihrer Familie zu rücken und ist jetzt am liebsten mitten unter uns!

 

Aufgenommen am 25.9.10 während des Weserbogenspazierganges der LG Nord des BCCD.

...und hier ein Bild von unserer UrOma links aus dem Dänemarkurlaub Oktober 2011!

 

Vor wenigen Tagen haben wir den 18. Geburtstag unserer Elisa feiern können. Ich dachte mir, dass wäre ein paar Zeilen für unsere Beardie Gemeinschaft wert.
Nachdem wir über ein Jahr auf ein kleines Beardiemädchen gewartet haben ist am 1. Mai 1994 unsere Elisa in Vlotho an der Weser geboren. Gemeinsam mit ihrem Bruder Alwin hat sie eine sehr liebevolle Kinderstube im Hause "Ram and Taurus" genossen und wir haben sehr lehrreiche und bis heute andauernde Freundschaften aufbauen können. Diese Freundschaften bestanden zwischen uns Zweibeinern und den dazugehörenden Vierbeinern:
Alwin und Odett!
Leider sind Alwin und auch Odett schon vor wenigen Jahren gestorben, aber unsere Elisa liegt, während ich diese Zeilen schreibe neben mir in ihrem IKEA Schwingsessel und geht ihrer Haupttagesbeschäftigung nach..........Schlafen!
Elisa kam also im Sommer zu uns in den Milanweg und wir haben uns viel Mühe mit der Erziehung und dem gegenseitigen Kennenlernen gegeben. Sie hat uns schnell gelehrt, was es bedeutet mit einem braunen Beardie zusammen zu leben. Meistens- eigentlich fast immer -bestimmte sie unser Zusammensein. Am liebsten lag sie im Garten unter der Birke vor dem Haus, von wo man zwei Seiten unserer Straße hervorragend im Blick haben konnte.

Auf unseren Spaziergängen trafen wir uns oft mit Mama Jule, Papa Billy und Halbschwester Gypsy, und immer wenn sich Elisa wieder einmal gar nicht für mich interessierte versuchte mich Sylvia zu trösten und sagte jedes Mal: Elisa weiß genau was sie an Dir hat, sie schaut so selten nach dir, weil sie sich deiner sicher ist. Und genau das beschreibt Elisas Charakter- sie ist ein sehr eigenständiger, sicherer Hund, der fast immer seinen Lebensrhythmus selbst bestimmt hat.
Ein erstes Highlight für sie war die Geburt unserer jüngsten Tochter, ab sofort hörten die blöden Unterordnungsspiele auf den Spaziergängen nahezu auf, da ich durch den Kinderwagen in meiner Aktivität doch sehr eingeschränkt war- sehr zum Vergnügen von Elisa, die das sofort heraus hatte und nun oftmals in gebührendem Abstand ihre eigenen Wege ging! (Anmerk. der Redaktion) Eigenständiger brauner Beardie!

Die Freundschaft zu Odett festigte sich im darauffolgenden Sommer maximal, da deren Zweibeiner uns in unserem Sommerurlaub spontan besuchen kamen und wir alle uns so gut verstanden haben, dass wir fortan sehr viel Zeit gemeinsam verbrachten. Leider ist Odett jetzt schon seit zwei Jahren nicht mehr an ihrer Seite, unsere Freunde Thomas und Steffy aber schon und nun auch wieder ein Beardie, eine Urenkelin von Elisa!

Und auch diesen Sommerurlaub planen wir wieder alle gemeinsam an Frankreichs Atlantikküste, nachdem wir vor 5 Jahren unserer alten Dame aufgrund ihres Alters die Reise nicht mehr zugemutet haben- sie uns aber schmerzlich vermisst hat- nehmen wir sie überall mit hin, unsere Tierärztin hat auch schon kapituliert und wünscht uns seit dem jedes Jahr eine Gute Reise!
Mit zwei Jahren dachten wir ein zweiter Beardie wäre doch ein sehr netter Kamerad für Elisa- nach anfänglicher Skepsis ob so ein kleines schwarzes Knäuel denn wohl wirklich ein Hund wird- hatten wir ein tolles Team!
Offen haben die Hunde uns diese Verbundenheit selten bis nie gezeigt, aber als unsere Missi im Mai 2007 plötzlich gestorben ist, hat Elisa lange Zeit getrauert- erst dachte ich sie wäre krank, da sie oft vor mir saß und gewimmert hat, ohne dass ich es mir erklären konnte. Ein Besuch beim Arzt bestätigte mir dann ihre Gesundheit und wir mussten noch ungefähr sechs Wochen warten, dann war die Trauerphase endlich vorbei.
Apropos Tierarzt, Elisa ist bis heute von größeren Erkrankungen verschont geblieben, wir haben sie im Alter von 7 Jahren sterilisieren (nicht kastrieren!) lassen und mit acht Jahren hat sie sich einen Kreuzbandriss zugezogen. Damals hat uns der Tierarzt zwei Behandlungsmethoden vorgeschlagen: in Anbetracht ihres fortgeschrittenen Alters könnte man die Sache konservativ angehen, was bedeuten würde nach ca. 2-3 Jahren hätte sie aufgrund der sich bildenden Arthrose behandlungsbedürftige Schmerzen und nach ca. 4-5 Jahren könnte es dann sein, dass die Niere unheilbar geschädigt wäre.
Wir haben die Alternative der operativen Versorgung gewählt und sind aufgrund ihres heutigen Alters mehr als froh darüber! Bis heute unterstützen wir die Pharmaindustrie nur durch die Verabreichung von Impfstoffen und Wurmkuren, abgesehen der homöopathischen Medikamente im Rahmen der Schwangerschaften bzw. Geburten. Elisa benötigt keinerlei Medikamente und zum mittlerweile halbjährlichen Check-up bekommen wir von unserer Tierärztin nur den Kommentar zu hören: Na, da kann/brauch ich ihnen leider keine Medikamente verkaufen!

Elisa wurde bei uns zwei Mal Mutter von insgesamt 14 Welpen. Entgegen ihrer sonstigen Unabhängigkeit hat sie sich sehr rührend um ihre Babys gekümmert. Auch während der Aufzuchtphasen der Babys von Missi hat sie gerne die Vaterrolle übernommen und ihnen in schönster Hundemanier beigebracht, wie weit man als kleiner Welpe auf der Leiter der Rudelordnung steigen darf bzw. auf den Rücken fallen sollte!
Mit dem hohen Alter kamen dann aber doch auch ein paar Einschränkungen, so kann sie seit einiger Zeit nicht mehr sehen und in wie weit sie noch etwas hört, bleibt ihr Geheimnis, in mancher Hinsicht hat sie sich ihre Eigenwilligkeit erhalten!
Im letzten Jahr erschrak sie mich mit einer Begebenheit, die ich kurz schildern möchte:
Sonntags morgens beim Frühstück ertönt plötzlich ein Schrei aus dem Wohnzimmer gefolgt von einem harten Rumms auf den Fliesen.
Aufgeschreckt rannte ich dorthin und fand Elisa auf dem Boden vor dem Sofa liegend mit einer ganz schiefen Kopfhaltung. Meine Versuche sie hinzustellen schlugen fehl, irgendwie war der ganze Hund schief…dann kam Jürgen und wir versuchten es zu zweit…vergeblich…ich fing an zu weinen, dass hatte ich mir so nicht gedacht, dass Elisa so alt werden musste und nun einen Schlaganfall hatte und ich sie einschläfern lassen musste-sie sollte doch friedlich einfach einmal einschlafen! Ja, ein Schlaganfall war das allerdings nicht, sondern ein Verhake mit einer Hinterlaufkralle in dem Fell hinter den Ohren-ich hatte mit der Pediküre mal wieder etwas lange Zeit verstreichen lassen-und auf drei Beinen steht es sich mit 17 Jahren nun mal nicht mehr so einfach! Aber die Nase funktioniert noch einwandfrei.
So, ich glaube ich könnte noch seitenweise weiter schreiben, aber das Futter ist weich und Madame hat so ihre festen Zeiten!
Wir hoffen ihr hattet ein wenig Spaß beim Lesen und wünschen euch einen wunderschönen Beardiesommer!

Susanne und Irmgard (alias Ducky Elisa Duchess of Ram and Taurus)

Den Namen Irmgard hat sie schon seit vielen Jahren, warum weiß eigentlich keiner mehr!

Abschied

Am 9. August haben wir unsere Elisa gehen lassen müssen!
Das Band, dass wir die vergangenen 18 Jahre 3 Monate und 9 Tage gemeinsam geknüpft haben wird uns für immer verbinden!
Jeder der sie kannte weiß um ihren besonderen Charakter und ihr großartiges Wesen,
welches ich so noch nie wieder erlebt habe!